Donnerstag, 23. November 2017
Notruf: 122

Aufregender Ausflug zum Dachstein

 

Großen Anklang bei der Kameradschaft fand der diesjährige Feuerwehrtagesausflug. 52 Teilnehmer hatten gemeldet und sie kamen auch alle pünktlich zur Abfahrt um 7.00 Uhr früh am Kommuneplatz zusammen. Davon etwas überrascht schien der Busunternehmer zu sein. Wohl spekulierend, dass es bei dem miesen, regnerischen Wetter Ausfälle geben würde, war er lediglich mit einem 50-sitzigen Bus erschienen. Er entschuldigte sich darob auch mit einer „Busrunde“ für das Ungemach.

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Das Programm des Ausfluges sah vor die Dachstein Eishöhle und nachmittags den „Altausseer Kiritag“ zu besuchen. Von der Feuerwehr würde dazu das Salzkammergut Ticket besorgt, mit dem alle Einrichtungen auf dem Dachstein besichtigt werden konnten. Das waren die Eishöhle, die Mammuthöhle, die Auffahrt zum Krippenstein, mit den Sehenswürdigkeiten Dachsteinhai und Fünffinger-Aussichtsplattform. Doch leider, das Wetter spielte nicht mit. Regen, Regen! Schon beim kurzen Fußmarsch von der Bergstation zur Eishöhle wurde man klitschnass. Die Höhle wurde mit Führung besichtigt. Danach bot Kommandant Helmut Lang eine Programmänderung an und versuchte er kurzfristig eine Führung im Salzbergwerk Aussee zu organisieren. Das gelang denn auch und so fuhr man sofort mit der Seilbahn wieder zu Tal und weiter mit dem Bus nach Altaussee. An Verpflegung hatte es bei einem Halt am Toscana-Parkplatz in Gmunden mitgebrachte Knackwürste und Semmeln gegeben. Das Mittagessen musste nun noch etwas warten, war doch die Bergwerkführung für ½ 2 Uhr angesetzt. Die Führung im Salzberg war interessant, denn das Werk der Salinen Austria stand noch im Betrieb. Der Ausseer Stollen hatte aber auch eine eigene Geschichte. Im Zweiten Weltkrieg waren von Nazis im Berg immense Kunstschätze deponiert worden. Gegen Ende des Krieges wollten sie das alles durch eine Sprengung vernichten. Ausseer Bergleute kamen ihnen aber zuvor und versperrten ihrerseits durch eine Sprengung den Zugang zu den Lagerstollen. Sie retteten damit unwiederbringliche Werke, wie zum Beispiel Dürers „Betende Hände“, oder „Die Bauernhochzeit“ von Bruegel. Alles das wurde in Exponaten, Dioramen und Filmen gut dokumentiert. Gegen 15.30 Uhr fuhren die Ausflügler dann vom Berg weg in den Ort Altaussee. Den bekannten „Altausseer Kiritag“ musste man sich bei Schönwetter vorstellen. Es herrscht Tracht vor und da war wohl immens viel Getriebe, mit Standln, Unterhaltungsbetrieben und einem großen Bierzelt. Gerade dieses Zelt hatte seine Besonderheit. Es wurde von der Altausseer Feuerwehr betrieben und das Besondere war seine Holzkonstruktion.

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Der aufwändige Aufbau und Betrieb erinnerten sogar an das eigene Kellerfest. Und da hätten sich die Raaber denn auch richtig wohlfühlen können. Doch leider das Wetter mit Dauerregen! Viel Getriebe herrschte schon vor, weniger im Freien, aber dafür umso mehr im Zelt. So war man schon froh, wenn man unter Zeltvordächern und Schirmen Platz fand und etwas zu Essen ergatterte. Tracht und Dirndln gab es auch jede Menge, die aber zum Teil in Gummistiefeln. Die Wiese am Festgelände war nämlich total aufgeweicht und schier unpassierbar. Wieder musste man hier die Jugend bewundern, wie auch am Kellerfest, hatte sie trotz der Unwirtlichkeiten ihren Spaß. Ob dieser widrigen Verhältnisse verlegte Kommandant Helmut Lang die Abfahrt aus Aussee kurzfristig von ursprünglich 19.30 auf 17.30 Uhr vor. Und dafür wurde eine Abschlusseinkehr beim „Rieder Wirt“ angemeldet. Eine sehr gute Entscheidung. Im gediegenen Gasthaus-Restaurant in Ried im Innkreis fand „im Warmen“ nun ein gemütlicher Abschluss dieser aufregenden Ausflugsfahrt statt. Nach Raab wurde schließlich gegen 21.00 Uhr aufgebrochen.

 

Bericht : EHBI Mayr Otto

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